Historie

Das Christival wird 2016 vierzig Jahre alt

Ende der 60er war die Zeit der Studentenrevolution, von Flower-Power und Jesus-Bewegung. Das Time-Magazine titelte: „Jesus Revolution“. Die 70er brachten die Jesus-Bewegung aus den USA nach Deutschland. Mit diesem Hintergrund wurde das Christival als Kongress für Mitarbeitende in Essen geplant. Ziel war es, der missionarischen Jugendarbeit einen Zusammenhalt und ein gemeinsames Profil zu geben.

Der Impuls kam von der Basis in den Verbänden und Jugendgruppen vor Ort. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendevangelisation und ein Arbeitskreis für evangelistische Aktionen legten dann die Gleise für das Projekt: missionarische Jugendarbeit mit biblischer Orientierung.

In den vergangenen 40 Jahren fanden bereits fünf Christivals statt. Ziel des Trägerkreises ist es, jede Generation das zu ihr passende Christival erleben zu lassen. Für jedes Christival wird deshalb neu überlegt, wie die junge Generation erreicht, ermutigt und gefördert werden kann. So verändern sich die Formen, der Musikstil, die Ausdrucksweisen – das Anliegen bleibt: Jungen Menschen mit klarer biblischer Grundlage Inspiration und Begegnungsfläche zu geben.

2016 fand das sechste Christival in Karlsruhe statt! Einer Stadt, die seit ihrer Entstehung für Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander von Menschen verschiedener kultureller Hintergründe steht. Damit hat Karlsruhe dem Anliegen des Christivals einen idealen Rahmen geboten.

Timeline

Der erste Kongress fand unter der Leitung von Ulrich Parzany statt und wurde von 12.500 Dauerteilnehmenden besucht. Am Pfingstgottesdienst mit Billy Graham im Gruga-Stadion nahmen 40.000 Menschen teil, besonders Ausdrucksstark waren die starken Impulse für die missionarische Jugendarbeit.

Zwölf Jahre später wurde ein weiterer Kongress für Mitarbeitende mit 18.500 Teilnehmenden durchgeführt. 20 Mitarbeitende aus Jugendarbeiten in der DDR erhielten eine Ausreisegenehmigung und Dr. Theo Lehmann aus Karl-Marx-Stadt sprach beim Abschlussgottesdienst vor 30.000 Besuchern. Besonders waren die verschiedenen Veranstaltungsformen in 1988, wie das Josef-Musical, Abende der leisen Töne und Tea-Time-Gruppen, die im Anschluss im ganzen Land stattgefunden haben.

Unter der Leitung von Dr. Roland Werner und Wolfgang Freitag fand das erste gesamtdeutsche Christival in Dresden mit 30.000 Teilnehmenden statt. Besondere Highlights waren die Jugendgottesdienste und Gebetskonzerten mit missionarischer Ausrichtung. Aus dem „Kongress für Mitarbeiter“ wurde nun ein „Kongress junger Christen“ Über 40.000 Gläubige nahmen an der Abschlussveranstaltung teil.

Im Herzen Deutschlands fand das vierte Christival mit 22.000 Teilnehmenden statt mit Kreativkongress, Festivalformaten und „Sieben-Wochen-Abenteuer“. Zum Abschlussgottesdienst im Auestadion versammelten sich 30.000 Menschen um der Predigt von Pastor J. John aus England und dem vielfältigen Programm zu folgen.

Unter dem Motto „Jesus bewegt“ fand das fünfte Christival in Bremen statt. Inhaltlicher Höhepunkt war für viele Teilnehmende das „Bergfest“, eine zentrale Abendveranstaltung unter der Mitwirkung des damaligen Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber. 

Zum Abschluss des Christivals 2016 zog Karsten Hüttmann, der 1. Vorsitzende, ein erstes Fazit: „Wir blicken sehr dankbar auf 5 Tage Christival in Karlsruhe zurück. Unser Wunsch war es, durch kreative und innovative Formate die Jugendlichen in ihrem Engagement in Kirche, Gemeinde und Gesellschaft zu fördern und sie durch die geistlichen Angebote in ihrem persönlichen Glauben zu stärken. Wir sagen: Es ist uns gelungen. Dazu kommt, dass wir mit dem Thema „Jesus versöhnt“ wirklich einen Nerv getroffen haben. Viele junge Menschen haben uns davon erzählt, dass sie zum ersten Mal angefangen haben, sich mit den negativen Erfahrungen ihrer Biografie zu versöhnen. Jugendliche aus verschiedenen Gemeinden entwickelten gemeinsam sehr konkrete Ideen, wie sie zusammen an ihrem Ort die Botschaft der Versöhnung Gottes weitertragen können.“